„Kunst im Zwielicht“ in der Galerie am Turnerheim

Die Künstlerin Heide Heimersheim-Gerg ist zu Gast in der Galerie am Turnerheim und eröffnet den Ausstellungszyklus „Kunst im Zwielicht“. Sie stellt ihre Werke unter dem Motto „Tuch/Fühlung“ aus.

Heide Heimersheim-GergDer Karfiol hat mit ihr gesprochen:

„Meine Bilder stellen den Kampf ums tägliche Allerlei dar“ weiß die Künstlerin, die nicht zufrieden ist, ehe ein Werk nicht „von sich aus sagt ’nun ist es gut’“.

Ihre Gemälde entstehen in einem bemerkenswerten Prozess: „auf Leinwänden, die ich im Kreativ-Bedarf vorfinde. Ich nehme sie an mich und meditiere bereits auf dem Heimweg über das Bild, welches diese Leinwand austragen soll. Ich trete quasi in einen inneren Dialog mit dem noch-nicht-Gewordenen und beziehe auch den Raum mit ein, der dieses Bild umgeben wird.“

Den genauen Verlauf dieses Schöpfungsprozesses hält die Künstlerin allerdings geheim.

„Die Kunst ist, nicht zuviel darüber zu nachzudenken, das entstehende Neue nicht gleich kaputt zu machen durch Gedanken.“

Diese sympathische Leichtigkeit findet sich in den meisten von Heimersheim-Gergs Arbeiten wieder und es ist höchst bedenkenswert, wie die Künstlerin selbst diese Freude am Schaffen verkörpert: „Das Auge braucht Schönheit“ schmunzelt sie, „und was sonst kann die Kunst uns schließlich geben?“

Den Einwand, ob sich die Kunst damit nicht gefährlich nah an den Bereich bloßer Dekoration wage, lässt Heimersheim-Gerg so nicht gelten: „Künstler sind eben Grenzgänger – und das bin ich auch!“