Vermächtnis

35 Jahre Kunsterzieher angefragt, Vermächtnis, aus welchem Grund, wozu?! Dieser Beruf war mir in den ersten Jahren verhasst. Notwendig, um eine Familie zu ernähren. Träume von freiem Schaffen begraben und sich mit Gymnasiasten herumschlagen, deren Interessen allem, nur der Kunst nicht galten. Und dann? Es gab sie, die talentierten jungen Leute, und die ganz wenigen, weiterlesen…

„Sackgassen der Bildungsreform“

Dieser schmale Band mit den gesammelten Beiträgen eines Kongresses in Graz, Österreich April 2013 „fand“ mich, und das freut mich. Denn im Vorwort bringt es einer der Herausgeber, Konrad Paul Liessmann, auf den Punkt: „Man hat ja mitunter den Eindruck, dass die inflationäre Verwendung des Begriffes „Reform“ vor allem eines intendiert: Immunisierung gegen jede Kritik.“ weiterlesen…

Ausstellung „Bildgebende Verfahren“

– vom 31. 10. 2014 – 09. 11. 2014 im Alten Wasserwerk in Wachtendonk. Die Düsseldorfer Bildhauerin Anna Mirbach, die Mönchengladbacher Marion Weiß (textile Objekte) und Karl Josef Weiß-Striebe (Bilder) zeigen ihren je eigen-sinnigen Umgang mit bildgebenden Verfahren, die streng genommen nur im naturwissenschaftlichen Feld zum Einsatz kommen. Das Wasserwerk ist nur noch Hülle, in weiterlesen…

Peter Klusen: neue Gedichte

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Daniel Briegleb „Lust an Liebe“

„Lust an Liebe“ als Brief wäre schön; oder „Liebe mit Lust, gemeinsame Sache“. Daniel Briegleb beschreibt jedenfalls die Versuche, der anarchischen Gewalt des Sexus Herr zu werden vom antiken Griechenland bis heute, wobei dies Heute gesondert zu betrachten ist. Weil heute der Sex allüberall, gerade ohne Eros oder gar Liebe, zur direkten Trieberfüllung wohlfeil ist. weiterlesen…

Vorab – Der Karfiol, das Papier:

Editorial von Karl Josef Weiß-Striebe Der Nörgler Schopenhauer äußerte sich zu Dilletanten so: „Man sieht mit Geringschätzung auf Dilletanten herab, welche die Kunst aus Liebe und Freude an ihr betreiben; dagegen ehrt man die Fachleute, die sich des Verdienens wegen damit befassen.“ Das beschreibt uns vortrefflich, dachte ich, als mich diese Worte „fanden“. Obwohl, liebe weiterlesen…

Offener Brief an einen Schüler

Lieber Gymnasiumsschüler, es geht um Noten, Schulnoten; um die eine Abiturdurchschnittsnote, die Dich dazu hinreissen liess, eine gute Note im Fach Kunst zu reklamieren. Denn, Du seist ja immer anwesend gewesen und leeres, weisses Papier habest du gefüllt, womit auch immer, immerhin, obwohl ich Lehrer keine Anweisung für jeglichen klitzekleinen Arbeitsschritt gab. Keine Vorschrift zu weiterlesen…